Ein Plädoyer für regionale Produkte

23.04.2016 00:00

Handelsketten wie REWE (Billa) und SPAR äußern manchmal Lippenbekenntnisse, die heimischen Landwirte zu unterstützen. Was bedeuten sollte, deren Produkte zu einem wertangepassten Preis einzukaufen und in die Regale zu legen. Dass das in der Praxis nicht so ist, zeigt sich am Beispiel der SPAR Billigschiene S-Budget, die unter anderem Butter anbietet, die nicht regionaler Herkunft ist und die offenbar auch mit nicht gentechnikfreier Fütterung der Milchkühe produziert wird.

Und es flatterten wiederholt Briefe derselben Handelskette an die Produzenten von Schweinefleisch und an Molkereien und Milchverarbeitungsbetriebe, in denen den Erzeugern noch niedrigere Einkaufspreise diktiert wurden (selbstverständlich mit dem Anspruch gleichbleibend hoher Qualität).

Es gibt nur zwei Möglichkeiten, diesem Diktat marktbeherrschender Handelsketten entgegen zu treten:

Zum einen sollten sich die Erzeuger über nationale Grenzen hinaus zusammen tun, um den Ketten in den Preisverhandlungen auf Augenhöhe begegnen zu können. Und sie sollen die Selbstvermarktung forcieren.

Zum anderen sollen die Konsumenten bewusster einkaufen, auf das Kleingedruckte auf den Packungen achten und bereit sein, ein paar Cent oder gegebenenfalls Euro mehr zu bezahlen für ein Produkt, dass auch höherwertiger ist. Der Einkauf in Hofläden, an Marktständen, direkt von den Erzeugern wird den Verbrauchern sehr ans Herz gelegt.

Bildquelle: Landwirtschaftliche Mitteilungen, Ausgabe Nr. 7, 1. April 2016

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