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"Vitamin B"

Etliche Jahrzehnte war es gang und gäbe, dass sich Personen in Positionen hieven lassen und einflussreiche Personen sich dafür hergeben. Das war allgemein bekannt, wurde allgemein hingenommen, wenn von unterlegenen Bewerbern auch nur zähneknirschend. So gut wie alle, die glaubten, "Vitamin B" - für Beziehungen - zu haben, versuchten mit deren Hilfe einen erhofften Job zu ergattern. Ob dafür gut oder weniger gut qualifiziert zu sein, war kein Kriterium. 
Aber die Zeiten haben sich geändert. Im guten wie im schlechten Sinn. So manche "liebe Gewohnheiten" sind auf einmal nicht mehr möglich, werden nicht mehr akzeptiert und sind manchmal sogar ein bisserl kriminell. Das musste der Gustl Wöginger in diesen Tagen auch zur Kenntnis nehmen. Die unterlegene Kanditatin für den Leitungsposten im Finanzamt hat es sich nicht gefallen lassen, dass ein weniger qualifizierter Bewerber, weil Parteifreund und Bürgermeister, ihr vor die Nase gesetzt worden war. 
Dass sich die Freunderlwirtschaft damit ganz aufhören wird, darf bezweifelt werden, aber es wurde jetzt einmal ein Exempel statuiert und es ist zu hoffen, dass Bewerbungsverfahren künftig fairer sein werden.....
 
 

Spionageparadies

Schon seit Jahrzehnten ist Wien Drehscheibe vieler Geheimdienste. Das begann schon mit dem kalten Krieg in den 50er-Jahren des letzten Jahrhunderts. Aktuell hat man die russische Botschaft in den Mittelpunkt der politischen und medialen Aufmerksamkeit gerückt, weil derzeit die Russen generell alles "Böse" verkörpern. Allerdings sind auf dem Dach der US-Botschaft mindestens genauso viele Antennen und Schüsseln installiert und unter dem Schutz der diplomatischen Immunität eine ganze Reihe von Botschaftsangehörigen sehr aktiv.....
 
 

Zuerst riefen die Gutmenschen ´Welcome´, jetzt haben wir sie da...

.... und werden sie nicht mehr los >> twitter.com/i/status/2049200996610416715

 

Absturz

Orbans demokratische Haltung wurde vielfach angezweifelt und zuletzt sogar vermutet, er werde mit Tricks und List versuchen, sich trotz Niederlage an der Macht zu halten. Das dürfte nun widerlegt sein. Wie auch immer, nach meiner Wahrnehmung stolperte er nicht über seine außenpolitische Linie sondern die Ursache seiner krachenden Niederlage dürfte hausgemacht sein: grassierende Korruption und Nepotismus....
 
 
 

Der "Vorzeige-Sozialist"

Alfred Gusenbauer kam einst als junger Moskauer Bodenküsser aus der links-linken Ecke (SJÖ) - heute könnte man sagen "linksextrem" - und diente sich in der SPÖ hinauf. Berüchtigt wurde er, als er gemeinsam mit Cap nach der Bildung der ersten schwarz-blauen Koalition im Jahr 2000 heftige Demos anführte und mithalf, Österreich weltweit zu vernadern. Im Jänner 2007 wurde er schließlich selbst Bundeskanzler, wenn auch nur für zwei Jahre. 
Was dann aber folgte, passt eher zum Bild eines geldscheffelnden Paradekapitalisten: Berater der einstigen Hype Alpa-Adria (mit bekanntem Ausgang), Aufsichtsratsvorsitzender bei der Strabag, Gründer einer Projektentwicklungs- & Beteiligung-GmbH, Berater russischer Milliardäre, auch im Aufsichtsrat der ÖBB und der Austro Control, Berater der WAZ-Gruppe (damals noch Miteigentümer der "Krone") und schließlich ganz dick in den diversen Signa-Gesellschaften als Aufsichtsratsvorsitzender und Berater involviert. Nebenbei noch Berater des kasachischen Präsidenten Nasarbajew und verbandelt mit ganz vielen anderen Firmen und Fonds. Viele Millionen an Euros flossen. 
Eng wurde es auch für ihn nach der spektakulären Signa-Pleite. Bei Gericht will man nun von ihm wissen, was denn als Gegenleistung für die eingesackelten Millionen erbracht worden ist. Wie auch immer, selbst dann, wenn er eine weiße Weste behalten sollte, stellt sich die Frage, wie sich sein Tun und Handeln mit der sozialistischen bzw. sozialdemokratischen Bewegung, die ja die Interessen der Arbeitenden vertreten sollte, vereinbar ist? Das passt einfach nicht zusammen. Die Raffgier verdirbt den Charakter.......
 

 

"Eindeutig geisteskrank" 

  (Ex-CIA-Chef John Brennan)